Köln zeigt allen den Vogel…

25 Okt

…Malaysias Superstar schnappt ihn sich!

Zabidi Shariff ist ein Mann, der mit Gesichtszügen sparsam umgeht und in seiner Karriere als Sepaktakraw-Spieler schon einiges erlebt hat, Pokale in die Höhe stemmte und Siege feierte, die ihm in seinem Heimatland Malaysia zur Legende wachsen ließen. Er war einst einer der wenigen, der den thailändischen Superstars das Wasser reichen konnte. Was sollte da in sportlicher Hinsicht noch kommen nach seiner aktiven Laufbahn? Was erweicht das gestählte Herz eines asketischen Athleten, der seine erste Lebenshälfte den Saltos, Blocks und Jubelposen gewidmet hat? Am vergangenen Wochenende gab ein goldenes Hühnchen die Antwort auf diese fragen. Der goldene Patron und Namensgeber des Cologne Chickens Cup lag wie ein Baby in Zabidis Armen, auf dessen Gesicht ein zufriedenen Lächeln, als hätte ihm eine Fügung Gottes diese Ton-Trophäe beschert.

Doch wie kam es zu der unbefleckten Pokal-Empfängnis?

Ehe der Superstar des Wochenendes das starre Federvieh sanft in seinen Armen wog, ging er weniger rücksichtsvoll mit Ball und Gegnern um. Flankiert von seinem Bruder und seinem Tekong Engelbert trat er im Regu-Wettbewerb an und demonstrierte sein Können bis zum Finale. In diesem unterlag  Takraw Cologne deutlich und konnte nicht an die Leistung aus einem Showmatch anknüpfen, in dem der Gastgeber ein Satzgewinn gegen die weitgereisten Gäste gelang.

Zum zehnten Mal wurde bereits um das Hühnchen gespielt. Die Debüt-Sieger von 2002 aus Elmshorn sorgten ihrerseits in diesem Jahr durch eine Zwischenrundenniederlage gegen Straßburg für eine Überraschung und musste schon im Viertelfinale gegen Rekordsieger  Köln antreten. Die beiderseits mit lädierten Spielern angetretenen Teams zeigten eindrucksvoll, dass dieses Aufeinandertreffen auch ein würdiges Endspiel hätte sein können. Nach einem sehr knappen ersten Satz setzte sich Köln am Ende 2:0 durch und gewann auch das Halbfinale gegen Straßburg.

Für die Gastgeber war es ein silbernes Wochenende. Köln 3 erlangte den zweiten Rang in Division 2 hinter Paris und auch im Doppel scheiterte Köln 1 erst im Finale, das sie durch einen durchwachsenen Auftakt gegen starke Basler Junioren und eindrucksvolle Siege gegen Berlin und Elmshorner Teams erreichten. Gegen  Elmshorn 1 trat die obligatorische Schwächephase leider im entscheidenden dritten Satz ein und dauerte für die Kölner zu lange, um am Ende ganz vorne zu stehen.

Dennoch, und das gilt für das gesamte Wochenende, wurde den Zuschauen hervorragender Sport geboten. Die Takraw-Reise geht am kommenden Wochenende bei einem Trainingslehrgang im belgischen Gent weiter, wo Zabidi und Co. dem europäischen Nachwuchs wichtige Grundlagen für den Sport weitergeben und Spieler fördern, die in den nächsten zehn Jahren um internationale Trophäen spielen könnten und: sich vielleicht auch einmal von dem kalten Ton des legendären Kölner Hühnchen das Herz erwärmen lassen. Auch von diesem Gefühl wird Zabidi der zähe Striker einiges berichten können.

Fotos vom Turnier folgen

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